Tag 51 - 62

Tag 51


Datum: 19.10.2023

Etappe: von Piediluco nach La Casette

Gelaufen: 12 km

Reine Gehzeit: 4 h

Höhenmeter ↗️ 410 hm ↘️ 30 hm

Wetter: schwarz bewölkt, 21° 


Fürs Frühstück nehmen wir einen kleinen Umweg in Kauf, um noch mal an der schönen Bar am See einzukehren. 


Dann führen uns die ersten Kilometer am Seeufer entlang. Sabine läuft ein wenig voraus, plötzlich ein wildes Geschnatter und Sabine schreit: „Wildgänse greifen an!“ Was für ein Witz !! 


Ich sage, das ist höchstens ein Scheinangriff, und zeige ihr mal, wie sowas geht. Beherzt laufe ich zwischen den Gänsen hindurch. Prompt schnappt mich so ein aggressives Ungeheuer ins Bein. Da hab ich dann aber kurz mal lautstark geflucht und damit die „Adelheid“ mit ihrer Gang in die Flucht geschlagen!


Gerade sind wir noch am See, 2,5 Stunden später, 6 km und 300 Höhenmeter weiter, sehen wir das Ganze aus der Vogelperspektive. Was für ein toller Ausblick!


Unsere zwischenzeitlich antrainierte Kondition zahlt sich aus, wir nehmen diese giftigen Berge langsam mit links.


Oben angekommen besichtigen wir das mittelalterliche Dörfchen Labro. Leider hat die Bar und die Pizzeria geschlossen. Somit rasten wir halt auf den Bänken am großen Dorfplatz.


Nach der Pause geht es auf dem Track ein kleines Stückchen zurück, wir passen kurz nicht richtig auf, und schon sind wir 1,5 km (!) zu weit abgestiegen. 

Heijajei, so ein Anfängerfehler aber auch !!


Das ganze ist der Tatsache geschuldet, dass wir Umbrian verlassen haben und jetzt im Latium sind. Die Weg Markierung hat ihre Form und Farbe geändert.


Alles Jammern hilft nichts. Die 1,5 km müssen wir wieder hinauf steigen.


Zwischenzeitlich färbt sich der Himmel immer schwärzer. Meine App sagt zwar, es gibt heute keinen Regen aber die hatte ja noch nie recht.


Wir nehmen den zweiten Berg in Angriff, während es immer dunkler und stürmischer wird.


Das hat keinen Wert mehr, wir beschließen, die heutige Etappe schnellstmöglichst zu beenden und schleunigst eine Herberge zu suchen. 


Wir haben Glück, im nächsten Ort „La Casette“ klappt es. Allerdings haben mittlerweile Flächendeckend in den kleinen Bergdörfern alle Restaurants und Bars geschlossen.


Die Saison ist beendet. Und hier gibt es auch keinen Alimentari. Somit können wir weder einkaufen noch essen gehen, und der Rucksack gibt auch nicht mehr viel her.


Selbstverständlich wird das Problem gelöst. 


Unsere gut aussehende Wirtin bringt uns eine interessante Mischung aus verschiedene Lebensmitteln in unsere WLAN-freie Unterkunft:


Brot, Tomaten, Äpfel, hart gekochte Eier, gekochte Kartoffeln, zwei Portionen Polenta mit Hackfleischsoße und zu guter letzt noch eine Flasche Rotwein. 


Das passt, der Rest vom Tag ist gerettet.


Mittlerweile ist der Himmel komplett schwarz, es stürmt nach wie vor, aber es regnet immer noch nicht.


Hat meine Wetter-App am Ende heute doch mal recht ?


Tag 52


Datum: 20.10.2023

Etappe: von La Casette nach Poggio Bustone

Gelaufen: 12 km

Reine Gehzeit: 5 h

Höhenmeter ↗️ 350 hm ↘️ 350 hm

Wetter: bewölkt, windig mit teils starken Böen, 22°


Um 9:30 Uhr, als sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen, gehen wir los.

Raus aus der Türe, die Straße überqueren, und sofort beginnt der Aufstieg.

Steil oder mega steil mit geschätzten 30-35 Grad Steigung.


Ohne Eile schieben wir uns Schritt für Schritt den Berg nach oben. 


Oben angekommen, erwartet uns, ganz überraschend, eine kleine Kirche mit dem Namen „Chiesa de san Francesco“. 


Hier rastet bereits eine Gruppe Pilger aus Amerika. Sogar ein „Monsignore“ ( höherer Würdenträger) ist dabei. 


Drei von ihnen sind auf dem Weg von Rieti nach Assisi, während Linda, die ursprünglich aus Kanada stammt, auf dem Weg von Assisi nach Rom ist.


Wir freuen uns nochmals Pilger anzutreffen. Wir dachten schon, wir sind die letzten, die noch unterwegs sind.


Die drei Amerikaner erzählen uns, dass der vor uns liegende Abstieg sehr, sehr schwierig wird (difficult climb ).


Ich frag mich derweil, wie der Monsignore, geschätzte 95 Jahre alt , nach Assisi kommen möchte. Egal.


Linda aus „Miami“ hat ein wenig Angst und fragt, ob sie sich uns anschließen darf.

Klar doch, wir nehmen sie in die Mitte und guiden sie. Sabine voraus, dann Linda und ich mit gezückter Kamera hinterher.


Wenn ich mir das von hinten so anschaue, fällt mir auf, wie beherzt Sabine diesen steilen Abhang meistert. 


Ich dachte bis dato immer, Sabine eiert die Abhänge hinunter. Aber wenn ich mir jetzt das US Girl so anschaue, ist das echt noch die Steigerung.


Dabei läuft sie ohne großes Gepäck ( Gepäck Service ). Erstaunlicherweise stürzt sie nur einmal. Selbstverständlich hiefen wir sie zu zweit wieder auf die Beine, was bei diesem stark abschüssigen und schwierigen Gelände gar nicht mal so einfach ist.


Kurz die Wunden versorgt und weiter geht’s. Also wehleidig ist sie nicht. 

Meines Erachtens hat sie die Stecken viel zu kurz eingestellt, was zu dem Sturz geführt hat.


Beim erreichen des Ortsrandes von „Poggio Bustone“ schaue ich auf den Kilometerzähler und er zeigt nur „12 km“ an, und dafür haben wir ganze 5 Stunden gebraucht. Echt der Wahnsinn!


An einer T-Kreuzung setzen wir uns auf ein Mäuerlein und zücken das Tourbuch um uns eine geeignete Unterkunft zu suchen. 


Linda schaut auf ihrer Karte, wohin sie gehen muss, um ihre bereits vorreservierte Unterkunft zu finden.


Sabine sagt zu mir: „lass es uns zuerst im „Casa Elena“ probieren“, als just in diesem Moment ein weißer Panda neben uns anhält.


Eine forsche junge Dame steigt aus und fragt, ob wir Hilfe benötigen.

„I am Elena“, stellt sie sich vor.


Wir sind beide baff. 


Lange Rede kurzer Sinn, sie packt uns alle drei samt Gepäck in ihren Fiat Panda.

Zuvor räumt sie noch die zwei Kartoffelkisten vom Rücksitz in den ohnehin schon vollen Kofferraum. Unglaublich, was in so einen Panda alles reinpasst.


Sie fährt in den völlig verwinkelten Ort, lässt Linda an ihrer Location raus und fährt mit uns zu ihrem Casa. Die letzten 300 m dürfen wir über Treppen und Gässchen zu Fuß gehen.


Das Casa ist super schön, direkt an den Hang gebaut, wie der ganze übrige Ort auch.


Elena zeigt uns die Räumlichkeiten und kündigt an, dass sie uns um 18:30 Uhr das Abendessen vorbeibringt. Toller Service!


Aber auch diese Location ist WLAN frei.


Im Ort gibt es allerdings eine Bar mit Internet Zugang. Diese suchen wir später auf um zu Bloggen. Hoffentlich finden wir in diesem Labyrinth wieder zurück zu unserer Unterkunft.


Tag 53


Datum: 21.10.2023

Etappe: von Poggio Bustone nach Rieti

Gelaufen: 20 km

Reine Gehzeit: 6 h

Höhenmeter ↗️ 370 hm ↘️ 640 hm

Wetter: bewölkt, ab und zu Sonne, 20°


Heute können wir uns glücklich schätzen, unser Casa liegt direkt am Einstieg zum Weg. 


Je näher wir nach Rom kommen, desto mehr Pilgerwege kommen hinzu.

Heute neu: Camino de San Benedetto. ( von Monte Casino nach Norika )


Der Schilderwald wird irgendwie immer unübersichtlicher.


Wir lassen uns dennoch nicht irritieren und bleiben auf unserer gelb-blau markierten Route „Via di San Francesco“.


Raus zur Türe und es geht erstmal abwärts.

Nach ca. 8 km kommt im Ort Cantalice eine direkt am Weg liegende Bar. Keine Minute zu früh, denn es beginnt zu regnen.


Hier treffen wir auf zwei hochinteressante Weltenbummler aus Österreich.


Sie werden in drei Jahren zu Fuß die Welt umrunden. Gestartet in Dornbirn sind sie bis hierhin seit drei Monaten mit riesigen Rucksäcken und Hund unterwegs.


Ihr Tagesbudget beträgt zehn Euro pro Person – Wahnsinn. D.h., sie schlafen eigentlich immer im Zelt und nachts ist es mittlerweile ganz schön kalt. Brr brr brr.


Dafür haben sie sicherlich kein so ein Geschiss mit Unterkunft suchen und Wäsche waschen wie wir.


Wir unterhalten uns derart angeregt, dass 1 Stunde wie im Flug vergeht.


Da sie nach dem Besuch in Rom Jerusalem ansteuern wollen, können wir Ihnen ein paar Hinweise und den einen oder anderen Tipp geben.


Wir hoffen sie noch einmal zu sehen, sie laufen wie wir ungefähr 20 km am Tag. Das wohl gemerkt mit diesen schweren Rucksäcken.


Drei Jahre alles hinter sich zu lassen, das ist schon eine andere Nummer als unsere zwei Monate. Respekt !!


Der Regen hat sich verzogen, und wir gehen weiter. Als Nächstes stehen die 320 Stufen bis zum obersten Punkt des Dorfes an. Es ist in den Berg hinein gebaut, über den wir drüber müssen.


Weiter auf dem Weg kommt uns ein italienischer Pilger entgegen. Er pilgert auf dem San Benedetto Weg und erzählt uns ein Haufen Zeug über die Kirchen in Rom, welche wir unbedingt besuchen sollen. Er gibt sich alle Mühe, aber so wirklich viel verstehen wir nicht. Das macht aber nichts, denn er freut sich so, dass er uns so viel Informationen geben kann.


Der letzte Anstieg des Tages geht zur Einsiedelei La Foreste. Leider sind wir zu spät, sie schließt bereits um zwölf Uhr. Lediglich die Kirche ist geöffnet. 


Bemerkenswert ist der schöne Garten, eingefasst von einer Mauer mit den Stationen des Kreuzweges.


Vor dem Eingang ist eine lebensgroße Figurengruppe mit dem singenden Franziskus in mitten seiner Minderbrüder. 


Heute beherbergt das Kloster die Gemeinschaft Mondo X, die Drogenabhängige betreut.


Ab jetzt geht es nur noch abwärts zu unserem Tagesziel Rieti mit 58.000 Einwohnern, was der geographische Mittelpunkt von Italien ist.


Im Zentrum angekommen, setzen wir uns in eine Bar und kümmern uns um eine Unterkunft. Auch hier steht für das Wochenende wieder eine größere Sportveranstaltung an, weshalb die Hotels ziemlich voll sind. 


Unweit vom Zentrum finden wir ein nettes, WLAN freies 😬, B&B 


Dafür reicht uns der freundliche Gastgeber beim Check-in sofort Kaffee und Kuchen, was Sabine eh viel wichtiger findet, als einen Internetzugang.


Beim lockeren Geplaudere erfreut sich der Wirt über meine guten italienisch Kenntnisse und lobt mich dafür. Sabine bekommt dagegen einen leichten Lachkrampf.


Aber die wohl wichtigste Botschaft des Tages ist natürlich der 0:3 Auswärtssieg vom VfB Stuttgart bei Union Berlin.😀



Tag 54


Datum: 22.10.2023

Etappe: von Rieti nach Poggio San Lorenzo

Gelaufen: 22 km

Reine Gehzeit: 6 h

Höhenmeter ↗️ 470 hm ↘️ 350 hm

Wetter: bewölkt, ab und zu Sonne, 22°


Heute Nacht gegen 1.30 Uhr geht bei uns im Zimmer mit einem lauten Piepston plötzlich das Licht an.

Wir schrecken beide auf und sehen, dass es sich um die Notbeleuchtung handelt.

Ansonsten ist alles dunkel.


Ich springe aus dem Bett und schaue aus dem Fenster, auch die Außenbeleuchtung ist komplett dunkel. Es ist wohl ein Stromausfall.

Wir überlegen, ob wir uns anziehen sollen, falls wir gleich evakuiert werden, beschließen dann aber, dass wir erst mal abwarten. Die Situation beruhigt sich.

Wir sind gerade wieder am einschlafen, als mit einem weiteren Piepston das Not Licht wieder ausgeht und der Strom wieder da ist.

Leider kann ich jetzt nicht mehr einschlafen, während Sabine sofort weiter leise vor sich hin schnärchelt.


Mit der heutigen Etappe starten wir jedenfalls in die ultimativen letzten 100 km unserer Pilgerreise.


Wieder gilt es, Berge zu überwinden. Unsere Füße laufen irgendwie schon routiniert wie von selbst hoch und runter.


Die angekündigten Einkehrmöglichkeiten in den Orten waren genauso wenig vorhanden wie die Orte selbst. Stattdessen laufen wir den ganzen Tag durch die pure Natur. Eine Rastmöglichkeit finden wir dann doch noch, an der Römerbrücke „Ponte Sambuco“.


Wir halten uns nicht lange auf, essen unsere Vorräte auf und marschieren stramm durch, bis nach Poggio San Lorenzo.


Am großen Dorfplatz nehmen wir in der Bar Platz. Ich exe kurz ein kleines Bier während Sabine ihren geliebten Cappuccino trinkt.


Aber das beste ist, dass die Wirtin uns gleich den Schlüssel für das gegenüberliegende Casa Pelligrini bringt. Das hatten wir noch nicht mal gesehen. Somit brauchen wir nicht lange nach einer Unterkunft zu suchen. 

Das Casa ist super für Pilger eingerichtet und mit originellen Bildern von den verschiedenen Pilger Orten an den Wänden bemalt. Überall ist auch noch die Entfernung in km dazugeschrieben.

Es gibt eine Apothekenecke, Badewanne, Waschmaschine, Küche sowie frische Bettwäsche. Und das alles für 15 € pro Person. Das ist pilgern live. 

16 Pilger finden in den Stockbetten in zwei Schlafräumen Platz, leider sind wir heute alleine.


Am heutigen Sonntag hat der Alimentari geschlossen, deswegen bestellen wir mal das Abendessen beim Pizza Express - super Service nur für Pilger.


Tag 55


Datum: 23.10.2023

Etappe: von Poggio San Lorenzo nach Toffia

Gelaufen: 16 km

Reine Gehzeit: 5 h

Höhenmeter ↗️ 360 hm ↘️ 580 hm

Wetter: sonnig, warm, 24° 


Wir geben in der Bar gegenüber unserer Unterkunft

den Schlüssel an Sara zurück, und plaudern bei einem Cappuccino und leckerem Frühstück noch ein bisschen mit ihr.


Nach 3 km kommt rechter Hand am Weg ein Bici Grill, wie wir ihn im Trentino oft gesehen haben. Der Wirt spricht deutsch und das Internet funktioniert ebenfalls. Somit pflege ich, wenn auch einen Tag verspätet, den gestrigen Blog kurz ein und Sabine freut sich über einen weiteren Cappuccino.


Wir wandern Heute über die „Sabinischen Hügel“, die, wie der Name schon vermuten lässt, voll Aggro sind. Immer wieder mal eine heftige Spitze!


Auf den Hügeln wachsen massenhaft Olivenbäume, die Region ist nicht umsonst der Hautproduzent des italienischen Olivenöls.


Alle Oliven sind am Anfang grün. Dunkler werden sie erst dann, wenn man sie länger am Baum hängen lässt. Es ändert sich dann auch der Reifegrad der Frucht.


Olivenöl ist gesund und regt die Verdauung an.

Die Gewinnung erfolgt durch Kaltpressen ( natives Öl ) mit einfachen, ungesättigten Fettsäuren, oder durch das meist durchgeführte Verfahren, dem Raffinieren.

Das Öl wird durch einen Hitzeprozess aus den Olivenhülsen extrahiert.


Die Qualität / Prämierungsauszeichnung erfolgt von „Gambero Rosso“ durch Blätter

Platz 1: Olivenöl 100 Gran Cru -  3 Blätter 


Für die heutige Etappe gibt es mehrere alternativ Routen, die alle nicht gut beschildert sind. Also heißt es achtsam sein.


Buch, App und örtliche Beschilderung driften weit auseinander. Wir wurschteln uns halt so durch, und versuchen, möglichst wenig Umwege zu gehen.


Früh erreichen wir unseren Zielort „Toffia“ mit schönem historischen Kern und der weithin sichtbaren Kirche „Santa Maria Nuova“.


Bei der Sister’s Bar gleich am Ortseingang kehren wir ein, trinken einen Kaffee und möchten uns ein Quartier für heute Nacht organisieren.


Plötzlich spricht uns ein Gast auf Englisch an, ob wir für heute Nacht ein Zimmer suchen. Er hat nämlich für einen Freund eines organisiert, aber dieser reist jetzt doch nicht an.


Super für uns, wir nehme das Angebot natürlich gerne an. Er telefoniert schnell mit der Gastgeberin Claudia, und gib ihr Bescheid, dass jemand anders als ursprünglich geplant anreisen wird. 


Plötzlich kommt sein Bus, und ehe er uns sagen kann, wie die Adresse lautet, ist er auch schon weg.


Wir laufen halt mal los und fragen uns so durch. 5 Minuten später sind wir an einer Kurve und Claudia winkt uns, vor dem Haus stehend, schon zu.

Ein richtig uriges, nettes Casa. Zudem erhalten wir von Claudia freundlicherweise noch € 10 Pilger Rabatt.


Nach dem duschen laufen wir von unserer Unterkunft, die ganz unten liegt, nach ganz oben zurück in die Stadt und zur Kirche hinauf, die auf den wirklich höchsten Punkt gebaut ist. Wir hätten es uns denken können - geschlossen.


Auf dem Rückweg kommen wir am Restaurant vorbei - geschlossen. 

Zurück zur Sister Bar. Die hatten ja Pizza in der Auslage - ausverkauft.


Es bleibt nur noch der Alimentari neben an, der hat geöffnet und ist gut sortiert. 


Wir kaufen das Vesper für heute Abend und das Frühstück für morgen früh ein, und zurück geht’s zu unserem schönen Casa Claudia.


Tag 56


Datum: 24.10.2023

Etappe: von Toffia nach Montelibretti

Gelaufen: 22 km

Transfer: 2 km auf der Britsche eines Olivenanhängers

Reine Gehzeit: 6,5 h

Höhenmeter ↗️ 520 hm ↘️ 420 hm

Wetter: bewölkt, 24°, später Unwetter



Raus aus dem Casa, eine Kurve weiter, und der erste „Sabinische Hügel“ des Tages ist schon da und möchte bewältigt werden.


Sabine schimpft, der Hügel ist viel aggressiver, als sie jemals sein kann.

Na, da bin ich mir nicht so ganz sicher.


Ich tröste sie und sage ihr, jetzt kommt gleich meine aus dem Hut gezaubert erste Abkürzung des Tages. 


Diese führt uns auf einem guten Schotterweg, leicht abschüssig direkt in eine Sackgasse. Ups, da ist wohl was schief gelaufen. Kann ja mal passieren. Aber es ist ja „nur“ 1 km, den wir jetzt leicht ansteigend wieder zurück laufen dürfen.


Immerhin kommen wir um die Mittagszeit in „Canneto“ an, wo wir in einer Bar Mittagspause mit Pizzafladen und gefüllten Gipfele machen. 


Dabei tüftle ich im guten WLAN Netz meine nächste Abkürzung aus.


Laut Wetter App ist ab 16:00 Uhr mit Starkregen, Gewitter und Sturm zu rechnen, weshalb wir unsere Mittagspause kurz halten und zügig weitergehen.


Jetzt greift meine zweite Abkürzung. 

Auf einem schlechten Weg, der plötzlich ganz aufhört, geht es steil durch einen Olivenhain nach oben. Wir sparen gute 300 m Wegstrecke und brauchen nur 13 Minuten länger als auf dem normalen Weg. 

Ist doch super, finde ich.


Dazu können wir noch Olivenpflückern bei der Ernte zugeschauen.


Sabine sagt brav: „Toll, das war’s wert. Darf ich noch mit weiteren Abkürzungen dieser Art rechnen?“

Ich antworte ebenso brav: „Heute nicht mehr, aber vielleicht morgen.“


Es ist bereits 15:00 Uhr, als wir am Fuße unseres Zielortes ankommen, der hoch über uns auf dem nächsten Monte thront.


Bei Sabine geht’s jetzt schwer und sie wird immer langsamer, während ich versuche, ihr Windschatten zu geben, und sie so den Berg hinaufzuziehen. Das hab ich mal im Fernsehen gesehen, dass man das so macht.


Nach ca. 1 km überholt uns ein PKW mit einem Anhänger voller Oliven. Es sind die Olivenpflücker von vorhin, die anhalten und uns anbieten, auf dem Hänger mit zu fahren. 


Ja wie cool ist das denn!


Schwuppdiwupp sind wir auf den Anhänger gesprungen und die Rucksäcke werden verstaut.


Zwischen den Olivenkisten ist lediglich Platz zum stehen. Das ist aber kein Problem, 

wir können uns an der größten Kiste sicher festhalten und ab geht die Post !


Das macht so viel Laune, zumal die dunklen Wolken immer näher kommen.


Unser Olivenpflücker fährt uns die letzten 2 km bis ganz nach oben an den Ortsrand von Montelibretti und gibt uns noch einen Tipp für ein B&B.


Dieses steuern wir sofort an, können gleich einchecken und erhalten ein Zimmer mit Badewanne.


Während ich in der Badewanne voller Schaum liege, tobt draußen das Gewitter und der Strom fällt aus. Das ist hier in der Bergregion anscheinend was ganz normales, also bade ich eben im Dunkeln weiter. 


Nach 1 Stunde lässt das Gewitter nach und der Strom ist auch wieder da.


Wir ruhen noch ein bisschen, ehe wir um 19:00 Uhr in die neben an liegende Pizzeria zum Abendessen gehen.


Tag 57


Datum: 25.10.2023

Etappe: von Montelibretti nach Monterotondo

Gelaufen: 18 km

Reine Gehzeit: 6 h

Höhenmeter ↗️ 270 hm ↘️ 330 hm

Wetter: bewölkt, regnerisch, 22°


Wir warten in der Küche bei einem kleinen Frühstück bis der Regen aufhört und unterhalten uns derweil mit dem Monteur, der im anderen Zimmer geschlafen hat.


Um 9:30 Uhr hört der Regen auf und es geht los. 

Nach 2 km bleiben wir stehen, weil wir jetzt die 1.000 km Marke erreicht haben. 


1.000 km sind wir in 57 Tagen gelaufen, das ist doch der Wahnsinn!

Wir gratulieren uns schnell gegenseitig und weiter geht’s.


Noch einmal genießen wir die wunderbare Landschaft, ca 20 km vor den Toren Roms und 30 km vor unserem Endziel, dem Petersdom.


Bedingt durch den gestrigen Gewittersturm, müssen wir heute mehrere Schlammlöcher und umgestürzte Bäume überwinden. 


Dazu kommt, dass es immer wieder einen kurzen Regenschauer gibt und wir ständig das Regencape an- und ausziehen müssen. 


Die Wanderwege sind ziemlich aufgeweicht, und überall liegen abgerissene Äste herum. Das ist echt richtig anstrengend zum Laufen.


Dazu kommt, dass wir Heute auf 18 km Strecke keine Rast-Möglichkeit haben. Also heißt es, auf die Zähne beißen und durch laufen.


Obwohl die Strecke einfach und nicht so lang ist, sind wir durch die genannten Widrigkeiten am Zielort „Monterotondo“ fix und fertig.


Dabei habe ich unterwegs mal überlegt, ob ich nicht bis Neapel durch laufen soll. Wird aber knapp bis Dienstag. 


In der Stadt angekommen, laufen wir bis ins Zentrum und checken im „Albergo Dei Leoni“ ein. Es ist gleich das erste, das wir sehen.


Heute gibt’s ein Zimmer mit Balkon. Das ist super, dann können wir Rucksäcke und Schuhe draußen deponieren, nach der heutigen Etappe ist einfach alles nass und dreckig.


Wir überlegen uns immer mal wieder, wie unsere Weltenbummler aus Österreich die letzte Nacht überstanden haben. Hoffentlich haben sie einen festen Unterschlupf gefunden.


Obwohl es bereits 17.00 Uhr ist, gönnen wir uns noch einen kleinen Mittagsschlaf, ehe wir später zum Abendessen gehen. 


Die Auswahl ist trotz der größeren Stadt mit 43.000 Einwohnern nicht groß, die meisten Lokale haben geschlossen, einige für immer, andere haben lediglich die Saison beendet.


Tag 58


Datum: 26.10.2023

Etappe: von Monterotondo nach Monte Sacro

Gelaufen: 20 km

Reine Gehzeit: 6,5 h

Höhenmeter ↗️ 310 hm ↘️ 460 hm

Wetter: sonnig, leicht bewölkt, kurzer Schauer, 24°


Gestern haben wir beim Abendessen das Champions League Spiel Dortmund gegen Newcastle angeschaut, mit dem Zuckerpass von Nico Schlotterbeck auf Nmecha zum 0:1 Sieg.

 

Heute geht’s raus aus dem Albergo und schnell noch in den Dom „ Santa Maria Magdalena“ aus dem 17. Jahrhundert mit den Heiligen Antonius und Franziskus als Holzfiguren aus dem Jahr 1449.


Gut markiert geht’s danach hinaus aus der Stadt in das Naturreservat „Riserva naturale della Marcigliana“ 


Bei jedem Anstieg der kommt sagt Sabine: „genieße es. Es ist der letzte Anstieg unserer Reise.“ Das höre ich heute ungefähr fünf mal.


Am Ende des Reservats treffen wir auf eine Olivenölfabrik und lassen uns vom Chef alles kurz erklären. Die Maschinen laufen heute leider nicht, da wegen des Unwetters vor 2 Tagen die Ernte unterbrochen werden musste, und somit momentan keine Oliven angeliefert werden.


Wieder zurück auf der Strecke hält plötzlich ein Auto neben uns an. Der Fahrer steigt aus und zeigt uns ungefragt Bilder von seiner Kirschbaumplantage.

Er bittet uns, im Mai noch mal zur Kirschbaumblüte vorbei zu kommen.


Nebenbei erzählt er uns in Englisch und gebrochenem Deutsch, dass er nicht mehr mit Stöcken laufen kann, da er es an der Prostata hat. Zudem war er früher im Wachschutz der italienischen Politik tätig und hat bereits Helmut Kohl bewacht. 


Dann steigt er wieder in sein Auto und fährt weiter. Was war das denn?


Wir überlegen die ganze Zeit, was ihn bewegt hat, anzuhalten und was er uns eigentlich sagen wollte.


Das Reservat zieht sich ganz schön in die Länge, zumal wir uns noch ein bisschen verlaufen, weil die Markierungen ziemlich spärlich ist.


Dafür habe ich heute Glück und sehe eine kleine Rotte Wildschweine sowie einen farbenprächtigen Fasan.


Außerdem begleitet uns, zu Sabines großer Freude, eine Zeitlang ein streunender Hund. Der Hund ist harmlos, veranlasst Sabine aber dazu, das Tempo anzuziehen und nix mehr zu sagen. Das ist doch mal super!


Gerade als wir denken, die Vorstadt „La Cinquina“ kommt nie, liegt sie plötzlich hinter einer Kuppe vor uns und wartet zu unserer großen Freude gleich mit einer Bar auf. Kaum haben wir Platz genommen, geht der einzige Schauer des Tages runter. Super timing. 


Nach ausgiebiger Rast ist der erste Kilometer bis zur Unterführung der Stadtautobahn noch recht beschaulich, danach wird’s in Monte Sacro großstädtisch heftig. 


Ampeln, Autos, Motorradfahrer, Menschen ohne Ende, 4 spurige Straßen, E-Scooter auf dem Bürgersteig und ständiges Hupen machen deutlich, wir sind kurz vor der Millionenstadt Rom.


Vor 2 Stunden waren wir noch im Naturpark und jetzt mitten drin im Getümmel.


Wir suchen uns ein B&B und erhalten im 7. Stock das lila Zimmer. Aber trotz siebtem Stock gibt es leider keine Aussicht, da die Häuser um uns herum alle noch höher sind.


Tag 59 


Datum: 27.10.2023

Etappe: von Monte Sacro nach Rom zum Petersplatz 

Gelaufen: 15 km

Reine Gehzeit: 4 h

Höhenmeter ↗️ 0 hm ↘️ 0 hm

Wetter: sonnig, leicht bewölkt, kurzer Schauer, 24°


Wir sind da!

Um 14:00 Uhr erreichen wir den Petersplatz in Rom


Ohne Frühstück gehen wir heute los. 


Bald erreichen wir den viele Hektar grossen Stadtpark „Villa Ada Savoia“, der ist echt riesengroß. Sogar so groß, dass wir uns ein bisschen verlaufen.


Auch hier ist der Sturm nicht spurlos vorbeigegangen. Viele Wege sind durch umgestürzte Bäume nicht passierbar, deswegen müssen wir uns alternative Wege suchen.


Während wir so durch den Wald laufen ist es schwer vorstellbar, dass wir mitten in der Millionenstadt Rom sind.


Nach 5 km sind wir durch den Park durch und frühstücken erst mal.


Kurz danach geht’s durch den zweiten Park „Parko Villa Borghese“ mit integriertem Zoo. Der ist kleiner und schnell durchwandert.


Gleich danach überqueren wir schon den Fluss „Tiber“.


Es erfolgt eine zweite Rast, um die Spannung etwas aufzubauen.

Danach gehts noch ein paar Kilometer durch die Stadt und schon stehen wir vor dem Petersdom.


Hier werden wir von zwei uns völlig unbekannten amerikanischen Pilgern herzlich in Empfang genommen.


Sie sind bereits gestern angekommen und haben uns sofort als Fuß Pilger erkannt. Das war ein schöner, emotionaler Augenblick.


Wir tauschen uns noch ein wenig über unsere Reise aus, während wir immer näher in Richtung Petersdom zu gehen.


Leider hat er gerade geschlossen, da momentan eine private Messe abgehalten wird.


Wir halten uns noch ein wenig auf dem Petersplatz auf, machen das eine oder andere Bild und begeben uns dann zur Registrierung ins nahe gelegene Pilgerbüro.


Dort reserviert man uns auch gleich zwei Betten in unserer üblichen PilgerHerberge

„Spedale della Provvidenza San Giacomo San Benedetto“.


Langsam legen wir die letzten Kilometer unserer Pilgerreise zurück.


Wir kommen bereits zum 3 . Mal in dieser Herberge an, und fühlen uns ein bisschen wie Zuhause.


Um 19:30 Uhr gibt es das Ritual der Fußwaschung und um 20:00 Uhr ist Abendessen angesagt. 10 Pilger werden heute Abend am Tisch sitzen.


Tag 60


Datum: 28.10.2023

Etappe: Rom Sightseeing

Gelaufen: 11 km

Reine Gehzeit: ganzer Tag 

Höhenmeter ↗️ 0 hm ↘️ 0 hm

Wetter: sonnig, warm, 24°


Nach dem gemeinsamen Frühstück geht’s auf zum Sightseeing.


Wir kaufen uns ein Bus Ticket und laufen dann doch zu Fuß zum Vatikan, Macht der Gewohnheit.


Am Vatikan gehen wir an der Kilometer langen Schlange vorbei, denn wir dürfen mit unserem Pilgerpass durch einen eigenen Pilgereingang eintreten.


Heute ist Samstag, das Wetter ist super, die Basilika ist proppenvoll. Wir arbeiten uns zum Petrus Grab durch, wo unsere Pilgerschaft offiziell endet.


Danach besuchen wir das Grab des deutschen Papstes „Benedikt XVI“, ehe wir diesen überfüllten Ort verlassen.


Wir laufen durch die immer voller werdende Altstadt von Rom und suchen eine Inter-Bar auf, um unsere Übernachtungen ab morgen bis zur Heimreise am Dienstag zu organisieren.


Jetzt greift unser Bus Ticket doch noch. 

Wir steigen wahllos in den nächsten Bus der kommt ein und lassen uns überraschen, wo es hingeht.


Vorbei geht die Fahrt an der Engelsburg, Trevibrunnen, Piazza Navona, Monumento a Vittorio Emanuelle, streifen das Kolosseum sowie den Zirkus Maximus.


Mehr oder weniger eine komplette Stadtrundfahrt und das für € 1.50. Nur die Kopfhörer haben gefehlt.


Am am Bahnhof Termini steigen wir aus, um in die Metro umzusteigen. Sabine möchte unbedingt noch die „Basilika San Paolo“ mit den Paulusgrab besuchen.


Am Bahnsteig treffen wir auf eine brüllende Menschenmenge. Und ehe wir wissen, was passiert, sind wir mitten drin in einer Demonstration für ein „freies Palästina“.


Die Metro fährt ein, die Meute drückt uns in die Waggons, der Zug ist voll, schließt die Türen und fährt los.


Die Meute singt, ruft und skandiert Parolen, wir wissen nicht genau, ob das nun bedrohlich ist oder nicht.


Bei der nächsten Station am Circus Maximus steigen alle Demonstranten aus, und wir atmen einmal kräftig durch. Puh!


Nach Besichtigung der Paulus Basilika gehts mit dem Bus zurück zu unserer Herberge.


Wir freuen uns jetzt auf das Abendessen mit alten und neuen Pilgern.


Tag 61 


Datum: 29.10.2023

Etappe: von Rom nach Fregene-Beach

Gelaufen: 15 km

Transfer: 30 mit dem Zug

Reine Gehzeit: ganzer Tag

Höhenmeter ↗️ 0 hm ↘️ 0 hm

Wetter: sonnig, warm, 24°


Nach dem Frühstück gibt es einen herzzerreißenden Abschied von den anderen Pilgern und den Herbergseltern.


Mit Verlassen der Herberge verlieren wir endgültig unseren Pilger-Status.


Zum Abschluss laufen wir noch einmal zum Petersplatz um um 12:00 Uhr den Papst am Fenster live zu sehen.


Der Petersplatz ist Heute weitläufig abgesperrt und wir müssen vorab zwei Sicherheitskontrollen passieren. 


Tausende von Menschen verschiedenster Nationen versammeln sich hier und brechen in lauten Jubel aus, als Franziskus sich am Fenster zeigt.


Langsam löst sich nach der Ansprache die Menschen Ansammlung auf, und verstopft sämtliche Straßen rund um den Petersplatz.


Ohne Eile Schwimmen wir mit der Menge mit in Richtung Metro Station „Ottaviano S. Pietro“. Wir fahren zum Bahnhof Termini wo 1 Stunde später unser Zug in das 30 km entfernte „Fregene-Beach“ fährt, wo wir unsere letzten beiden Tage in Italien am Strand verbringen werden.


Vom Bahnhof sind es noch 6 km bis zu unserem Casa Mary in Strandnähe. 

Sollte kein Problem für uns sein, wir rechnen mit 1,5 Stunden Gehzeit. Durch die Zeitumstellung wird es jetzt 1 Stunde früher dunkel als sonst, wir sollten aber trotzdem vor der Dämmerung da sein.


Kurz vor dem Ort zeigt mir meine App eine Abkürzung über riesiges Karottenfeld an.


Zu Anfang ist es noch ein schöner Wanderweg, dann ein Trampelpfad, der nach links abbiegend vor einem verschlossenen Tor endet. Vor uns liegt nur noch ein kleiner Fluss. Entweder zurück oder rechts. Wir entscheiden uns für Rechts, da der Ort mit unserem Casa lediglich 3 m entfernt auf der anderen Seite des Flusses ist.

Wir laufen am Fluss entlang weiter, immer in Erwartung einer Brücke. Leider kommt und kommt einfach keine.



Somit müssen wir bis an das rechte Ende des Feldes laufen, wo allerdings ein unüberwindlicher Zaun steht. Somit noch mal 500 m rechts entlang vom Zaun, bis wir endlich eine Türe mit Schlüssel finden.

Ein Blick auf den Kilometerzähler zeigt, wir waren 3 km auf diesem Karottenfeld unterwegs.

Genau diese 3 km müssen wir jetzt wieder Stadt einwärts zurücklaufen.


Da bereits die Dämmerung einsetzt und wir auf der Straße laufen,  kommt jetzt doch noch unser Signal Licht zum Einsatz.


Mein Telefon klingelt, und die Gastgeberin erkundigt sich nach unserer Ankunftszeit.

Ich sage ihr, dass wir laut App noch circa 1 Stunde zu Fuß unterwegs sind. Sie sagt: „bleibt einfach stehen, gebt mir eure Position durch, ich hole euch in der nächsten Viertelstunde ab“. Super, weil mittlerweile ist es fast ganz dunkel.


Kurze Zeit später kommt sie angefahren und lädt uns ins Auto ein. Die Rucksäcke müssen wir auf den Schoß nehmen, weil im Kofferraum ein Riesenhund hockt, weswegen Sabine vorne sitzt. 


Auf dem Weg zum Casa machen wir noch eine kleine Stadtrundfahrt und schauen den Strand an, sowie die Restaurants, die noch geöffnet haben.


Morgen gibt es noch ein Relaxing Tag und übermorgen geht es nach Hause.


Fazit:

Eine wunderbare, erlebnisreiche Reise geht zu Ende.


Wir haben viel  gelacht, viel gesehen, interessante Menschen getroffen und die unterschiedlichsten Situationen, mit Bravour gemeistert.


Gelaufen: 1.079 km

Gefahren:    92 km 

Verluste:    3 Paar Socken, 3 Boxershorts, 1 T-Shirt, 1 Tuch, 2 Lesebrillen, 2 Kugel-

                   Schreiber


Wir bedanken uns bei unseren treuen Leser und Schreiberlingen für die Unterstützung.


Tag 62 

Relaxing in Fregene-Beach

Datum: 30.10.2023