Tag   1 -  10


Der Tag vor der Abreise

Noch einmal schlafen, dann geht's los !

Alles ist gepackt - ein kleinwenig sind wir nervös

 Tag 1

Von Rheinfelden über Lausanne nach Cully
Gelaufen 16,6 km 
Reine Gehzeit 3,5 Stunden 
Pünktlich um 8:00 Uhr geht's los. Wir laufen rüber zum Bahnhof SBB und fahren mit dem Zug nach Lausanne. Dort angekommen, finden wir sofort den Einstieg in unseren Weg-ganz ohne verlaufen. Die Strecke führt wunderschön am Genfersee entlang, bei angenehmen 24° und leichter Bewölkung. Bereits nach wenigen Kilometern treffen wir auf einen weiteren Rom Pilger.
Die Kommunikation war von kurzer Dauer, da der Pilger Kollege weder deutsch noch englisch noch Französisch noch italienisch spricht. Noch immer rätseln wieder welche Sprache er gesprochen hat.
16 km am ersten Tag soll genug sein, wir machen uns auf die Suche nach einem Quartier in Cully.
Dies gestaltet sich schwieriger als gedacht, da heute am Nationalfeiertag in der Schweiz noch andere hier am schönen Genfersee verweilen. Alle drei Hotels die wir angelaufen sind, sind komplett ausgebucht.
Dank der Aufmerksamkeit von Sabine stoßen wir auf einen auf ein kleines Weingut welches Privatzimmer vermietet. Für schlappe 110 sFr. wohnen wir im Kinderzimmer der Wohnung der Winzer Familie und teilen mit Ihnen das Bad.
Völlig erschöpft machen wir ein kleines Schläfchen am Seeufer. Anschließend geht's zum Abendessen im Restaurant vom Yachthafen. Zwei Salate mit Hühnchen und eine Flasche Wasser - Das Budget wurde bereits am ersten Tag überzogen.
Wieder am Weingut angekommen, erhalten wir eine Führung durch den Weinkeller. 
Jetzt warten wir noch aufs Feuerwerk und dann geht's ab ins Bett.

Tag 2  - 2.8.2016 
Von Cully nach Montreux 
Gesamtstrecke: 22,9 km
Reine Gehzeit: 6 Stunden
Wetter: bewölkt, 23Grad, kein Regen 

Trotz grandiosem Feuerwerk und Party Lärm vom angrenzenden Campingplatz, können wir sehr gut schlafen. 
Nach einem außerordentlich guten und reichhaltigen Frühstück mit einer Auswahl an frisch gepresstem Karotten Saft, Rühreier, Greizer Käse, Speck hausgemachter Kirschmarmelade, Honig, Wahlnussbrot, Bauernbrot und ofenfrische Croissant machen wir uns gestärkt auf dem Weg.
Die Strecke vom heutigen Tag ist um einiges anspruchsvoller als die Gestrige. 
Der Weg führt immer wieder hinauf in die Weinberge und zurück zum See.
Ausgerechnet heute beim ersten Anstieg gibt es ein technisches Problem mit meinem Wanderstock. Die Arretierung lässt sich nicht feststellen. Kein Problem - wir beschließen in der nächsten Stadt Vevey einen Sportladen aufzusuchen. Wir finden zwei, die mir allerdings nicht weiterhelfen können - zumal es 12.00 Uhr mittags ist und sie gerade schließen.
Wir besuchen den Wochenmarkt, kaufen viel frisches Obst und Gemüse und machen ein gemütliches Picknick am See. Wir beschließen das Stockproblem in der nächst größeren Stadt Montreux zu lösen.
Am Stadtrand laufen wir an einer Autowerkstatt vorbei, und ich beschließe spontan dort mein Stockübel vorzutragen. ( auf - wie ich meine - perfektem Französisch).  Mit ein bisschen Balistolöl und zwei ,drei gekonnten Hammerschlägen hat sich der Bolzen binnen weniger Sekunden gelöst - Hurra.
Da die Hotels in der Jazz Stadt Montreux unerschwinglich sind, steigen wir in der örtlichen Jugendherberge ab. 
Wir sind richtig zufrieden. Wir erhalten ein einfaches Abendessen und- der Knaller - eine Waschmaschine und Trockner.


Tag 3  - 3.8.2016 
Von Montreux nach Bex
Gesamtstrecke: 34 km davon 27 km zu Fuß und 7 km per Anhalter 
Reine Gehzeit: 8,5 Stunden
Wetter: sonnig, 27 Grad

Bereits um 8:00 Uhr verlassen wir die Jugendherberge und machen uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg.
Nach 10 km entlang der Uferpromenade verabschieden wir uns endgültig vom Genfer See und laufen Richtung Berge. Noch weitere 8 km durch Weinberge geht es flach am Fuße der Berge entlang.
Im idyllisch schönen Städtchen Aigle machen wir die erste Rast und stärken uns mit Salat, Joghurt und Früchte vom Coop mit einem Picknick am Stadtbrunnen in der Fußgängerzone. Dies ist auch zwingend notwendig, danach wird's heftig. Es liegt ein gewaltig steiler Etappen Abschnitt vor uns. Ausgerechnet hier verlaufen wir uns und bewältigen auf 6,5 km 1000 Höhenmeter - geplant sind lediglich 700 m.
Entsprechend steil ist auch der Abstieg nach Ollon. Wir kommen um 18:00 Uhr an und stellen mit Entsetzen fest, dass das einzige Hotel im Ort geschlossen ist. Und das nach 27 km in den Beinen.
Es bleibt uns keine andere Wahl als die 7 km zur nächsten Ortschaft per Anhalter zurückzulegen. Bereits das 38. Auto hat angehalten, mit Heavy Metal Musik werden wir direkt vor das Hotel im nächsten Ort - Bex- chauffiert.
Heute haben wir ein Zimmer mit eigenem Bad und großer Badewanne. Eiskalt habe ich gebadet- was für eine Wohltat für meine Knie und Fußgelenke .
Der Tag wird abgerundet mit einem tollen Abendessen beim Italiener. Penne quadro Fromage und Salat mit Gambas - lecker schmecker!!

Tag 4  - 4.8.2016 
Von Bex nach Martigny 
Gesamtstrecke: 26 km 
Reine Gehzeit: 7 Stunden
Wetter: wolkenlos und heiss, 30 Grad, abends gewittrig

Gut geschlafen und -aus der der Sicht eines Hoteliers -mit einem ausbaufähigen Frühstück haben wir den Tag begonnen. Schlag 9.00 Uhr geht's los.
Trotz großer Anstrengung und GPS Unterstützung durch meine brand neue Garmin Uhr haben wir es nicht geschafft, die empfohlene Route 70 einzuhalten. Bedingt durch Umleitungen und örtlicher Fehlbeschilderung mogeln wir uns durch das Rhonetal immer mit dem Ziel Martigny vor Augen. Anfangs ist die Strecke angenehm zu laufen. Es geht Berg auf - Berg ab, im Wechsel durch Felder, Wälder und Weinberge.
Irgendwie sind alle Ortschaften mit Einkaufsmöglichkeiten wie vom Erdboden verschluckt, sodass die heutige Verpflegung eher mau ist.
Nektarinen, Äpfel und ein paar Müsli Riegel mit Wasser ,das war's.
Wie die Verpflegung wird nun auch die Strecke mau. Kilometerweit an der Autobahn entlang. Bei 30° und ohne Schatten auf einer aufgeheizten Teerstrasse. Unsere Sohlen glühen. Und dann geht auch noch der Wasservorrat zu Neige.
Kurzerhand sprechen wir eine Offenburger Familie an,  die mit dem Wohnmobil am Straßenrand pausiert und fragen höflich nach "Wasser"
Sie schenken uns gleich eine ganze Flasche.
Bei einer kurzen Rast stellt Sabine mit Entsetzen fest, dass sie sich an der linken Ferse eine kleine Blase gelaufen hat. Professionell wird diese behandelt und verpflastert.
Das eisgekühlte Wasser hat und so gut erfrischt, dass wir nicht merken, dass wir doch tatsächlich an unserem Tagesziel Martigny vorbei laufen. Nach 3 km wird uns dieser Irrtum erst bewusst. Wir sind fassungslos, die Schuldfrage muss noch geklärt werden.
Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die zu viel gelaufenen Kilometer wieder zurück zu laufen. Wir schaffen es trotzdem vor dem Gewitter ins Trockene. Heute nächtigen wir auf einem Campingplatz in einem acht Bett Zimmer, welches wir mit einer weiteren Rom- Pilgerin teilen.
Es ist alles vorhanden was wir brauchen: Coop, Cappuccino, Waschmaschine und Trockner.

Tag 5 - 5.8.2016 
Von Martigny nach Orsieres
Gesamtstrecke: 20 km
Reine Gehzeit:  6 Stunden
Wetter: stark bewölkt , 15 Grad, teilweise Sprühregen

Nachdem der Regen aufgehört hat, machen wir uns um bei frischen 15° und stürmischen Gegenwind um 10:00 Uhr auf Weg.
Nach zwei flachen Kilometern geht es richtig zur Sache. Profylaktisch ziehe ich heute meine Knie- Bandagen an. Der Weg geht steil Berg auf und Berg ab bis man vor lauter Felsen keinen Weg mehr erkennen kann. Wir klettern über teilweise rutschige und moosige Felsen immer der gelben Raute entlang. Nach der Hälfte des Weges rasten wir in einer kleinen Bar am Wegesrand. Die Wirtin freut sich sehr, Rompilger begrüßen zu dürfen und schenk uns in ihrer Begeisterung den Kaffee und Wasser. Lediglich das Käsebrot müssen wir bezahlen. 
Frisch gestärkt gehen wir den restlichen Weg nach Orsieres. Wir befinden uns auf 900 m. Ein Drittel des Alpenaufstieg ist geschafft. Die örtliche Tourist Info schickt uns zwecks günstiger Übernachtung zum Pfarrer. Pater Emilio empfängt uns bereits an der Kirche und weist uns die Pilgerunterkunft im Pfarrhaus zu. Auf dem Speicher liegen 6 Matratzen auf dem Boden, drei weitere Pilger sind schon da. Unter ihnen auch Wolfgang, den wir aus der Jugendherberge in Montreux bereits kennen.
Freundlich werden wir zur Pilgermesse geladen, dem wir natürlich nachkommen.
Anschließend essen wir in einer urigen Kneipe noch einen Salat, bevor wir völlig kaputt auf unsere Matratzen fallen. 

Tag 6 - 6.8.2016 
Von Orsieres nach Bourg-Saint-Pierre
Gesamtstrecke: 17 km
Reine Gehzeit:   4,5 Stunden
Wetter: sonnig, 23 Grad, leichte Briese 

Nach einer unruhigen Nacht stehen wir um 8:00 Uhr auf. Alles macht weh.
Wolfgang ist bereits um 5:00 Uhr aufgebrochen, die Italiener schlafen noch.
Das Frühstück ( Laugenbrötchen mit nichts ) nehmen wir im Ort in einem kleinen Café ein.
Während wir frühstücken, ziehen die Italiener mit strammen Schritten an uns vorbei. Um 10.00 Uhr brechen auch wir endgültig auf. Das heutige Streckenprofil beträgt einen Aufstieg auf 1.600 m. Obwohl ziemlich steil, läuft sich die Strecke gut.
Auch eine kurze hardcore Kletterpassage bewältigen wir problemlos. Kurz vor unserem angepeilten Mittagsziel holen wir die zwei Italiener ein. Wir essen gemeinsam in Liddes und unterhalten uns blendend, obwohl wir uns eigentlich gar nicht verständigen können. 
Beim Ortsausgang haben wir den Gletscher Großer St. Bernard vor Augen. Wahnsinn, majestätisch steht er vor uns, und da wollen wir hin - meine Güte! Trotz wirklich anstrengendem und steilem Aufstieg von bis zu 50° genießen wir jeden Augenblick den bombastischen und atemberaubenden Panorama Blick. Wir lassen die Italiener ziehen und treffen Sie später wieder an unserem Zielort Bourg St. Pierre.
Heute steigen wir auf dem örtlichen Campingplatz im Mehrbett Zimmer ab, dass wir diese Nacht für uns alleine haben.
Nach der Pilgermesse geht's ins Wirtshaus zum Abendessen- grandioses Rinder- Steak mit großem Salat, einfach lecker. Da im Ort kein Laden mehr ist, bitten wir die Wirtin um ein Lunch- Paket für den morgigen Tag.

Tag 7 - 7.8.2016 
Von Bourg-Saint-Pierre nach Col du Grand-Saint Bernard /Passhöhe 
Gesamtstrecke: 13,5 km
Reine Gehzeit:   4 Stunden
Wetter: sonnig, 20 Grad 

Gut geschlafen wachen wir um 8:00 Uhr auf. Es ist eiskalt in unserer Unterkunft, wir wollen überhaupt nicht aufstehen. Nicht von ungefähr steht im Aufenthaltsraum ein Bollerofen, den ich sofort anwerfe. Ich richte den Frühstückstisch während Sabine einen frischen Kaffee an der Rezeption holt. Wir frühstücken ausgiebig, es ist jetzt richtig kuschlig warm in unserem Domizil.
Abmarsch ist für 10.00 Uhr vorgesehen, bis dahin kommt die Sonne über die Berge.
Pünktlich laufen wir los, der Weg geht sofort steil bergauf. Das zieht sich so hin durch den ganzen Tag, aber das sagenhafte Alpen Panorama entschädigt uns. Die Luft wird permanent dünner, was sich bei uns bemerkbar macht, wir drosseln unser Tempo, was ohnehin schon langsam ist. Auf 2000 m rasten wir ausgiebig und essen alles was wir noch im Rucksack haben. Die letzte Stunde zieht sich endlos hin, weit und breit ist das Endziel nicht zu sehen. Auf dem Weg wird man immer wieder darauf hingewiesen, dass Napoleon im Jahr 1800 mit vielen tausend Soldaten ebenfalls hier den Pass überquert hat . Deshalb sind wir guter Dinge, dass auch wir bald am Ziel ankommen werden. Nach einer Kurve thront das Hospiz vor uns auf der Passhöhe. Es scheint zum greifen nah, doch sind es noch 400 Höhenmeter die uns zum Ziel fehlen. Dies versetzt uns einen Motivationsschub, und unser Tempo erhöht sich wie von selbst. 
Am Hospice  angekommen, was sich auf 2400 m befindet, werden wir herzlich von den Mönchen mir Tee empfangen. 
Wir erhalten zwei frisch bezogene Betten in einem Vier -Bett -Zimmer mit Bergblick.
Abendessen gibt es um 19.15 Uhr, wir freuen uns darauf.
Bis dahin haben wir noch genügend Zeit, zwei kleine Bernhardiener Hunde für unsere Rucksäcke zu kaufen.

Tag 8-8. 8.2016 
Von Col du Grand-Saint Bernard /Passhöhe nach Aosta
Gesamtstrecke: 23 km zu Fuß, 7 km mit dem Auto
Reine Gehzeit:   5.5 Stunden
Wetter: sonnig, 20 Grad 

Nach einer guten Nacht und einem einfachen Frühstück gehen wir um 9 Uhr los. Die ersten 8 km geht es steil bergab, danach wird es etwas gemäßigter. Immer wieder treffen wir Maria, die auch nach Rom geht. Sie ist gestern 30 km bergauf gegangen, heute geht es bei ihr anscheinend auch etwas langsamer. Wir essen gemeinsam in einem kleinen Dorf und gehen dann getrennt weiter. Das letzte Stück vor Ginod, unserem Tagesziel, geht nochmal richtig steil bergab. Insgesamt sind wir Heute 1500 m abgestiegen! Leider müssen wir feststellen, dass in Ginod kein Zimmer zu kriegen ist. Einer der Hoteliers hat aber noch ein freies Apartement im 7 km entfernten Aosta, und er fährt uns sogar hin! Wir beziehen unsere schöne Unterkunft und flanieren noch ein bisschen durch das Städtchen. Bei dieser Gelegenheit suchen wir auch gleich noch den Einstieg zur Via Franzigena für morgen.

Tag 9 -9. 8.2016 
Von Aosta nach Chambavre
Gesamtstrecke: 24 km zu Fuß, 1.3 km mit dem Auto
Reine Gehzeit:   6,5 Stunden
Wetter: bewölkt , 25 Grad - teilweise leichter Regen

Heute laufen wir bereits um 7.30 Uhr ohne Frühstück los, das gibt's erst 3 km außerhalb von Aosta. Während wir unseren Kaffee schlürfen, laufen die beiden Italiener von Orsieres winkend an uns vorbei. Auch sie haben es also über den Pass geschafft! 
Die Strecke ist heute richtig anstrengend, immer wieder steile Auf-und Abstiege, hoch zur Burg, runter zur Kirche, so geht das den ganzen Tag. Unterwegs stoßen wir auf eine 12köpfige italienische Pilgergruppe, die eine Woche auf der Via Francigena unterwegs ist. Als sie hören, dass wir bis Rom gehen wollen, schenken Sie uns Halstücher aus ihrer Heimatstadt und bitten uns, den Namen ihrer Gruppe in Form eines Stickers nach Rom zu tragen. Wir versprechen, unser bestes zu geben, um Rom zu erreichen und nehmen den Sticker mit. Eine Weile laufen wir mit ihnen mit, müssen sie dann aber ziehen lassen.
An unserem Tagesziel angekommen, ist wie immer kein Bett für uns frei. Also laufen wir 2 km weiter zum nächsten Hotel. Auch dieses ist belegt, aber die Hoteliers haben auf dem Berg noch ein kleines Jagdhaus, welches Sie uns zur Verfügung stellen. Die freundliche Frau fährt uns 1,3 km den Berg hinauf zum Haus, später bringt sie uns noch Pizza, Salat, Wein und Wasser, was für ein Service!
Das Häuschen ist sehr schön, wir fühlen uns richtig wohl. Nach dem Essen bitten uns die Leute aus dem Nachbarhäuschen, uns in ihr Pilgerbuch einzutragen. Das machen wir natürlich gerne, und wir sitzen noch eine Weile bei Ihnen im Garten und plaudern mit Ihnen. Doch um 21 Uhr geht's für uns ins Bett, wir sind heute richtig kaputt! Aber morgen früh um 8 Uhr sind wir bei den Nachbarn zum Frühstück eingeladen, das ist doch mal richtig nett!

Tag 10 - 10.8.2016 
Von Chambavre nach Montjovet-Berriaz
Gesamtstrecke: 14 km 
Reine Gehzeit:   4 Stunden
Wetter: durchweg sonnig, 28 Grad
Um 9.00 Uhr gehen wir wie verabredet zu Marchello zum Frühstück. Es gibt Pfirsiche, Käse, Kekse und Milchkaffee. Wir verabschieden uns um 10:00 Uhr und machen uns auf den Weg. Da kommt gerade die italienische Gruppe von gestern um die Ecke. Mit lautem Hallo werden wir begrüßt. 
Während wir weiterziehen, bittet Marchello die Gruppe in seinen Garten. Wie gestern geht es auch heute ständig bergauf und bergab, was mit der Zeit kräftig in die Beine geht. Heute sind wir richtig platt. Im nächsten Ort verlieren wir nach einer kurzen Rast die Route komplett aus den Augen und beschließen daher,  auf dem Seitenstreifen der Landstraße weiter zu gehen. Das spart zwar ein paar Streckenkilometer, macht aber nicht unbedingt Spaß. Es erfordert viel mehr an Konzentration, um nicht von einem vorbei donnernden Laster erfasst zu werden.  
Nach 14 Kilometer beschließen wir: Für heute ist Schluss. Wir Quartieren  uns in einem Gasthof direkt an der Hauptstraße ein . Nach einem kurzen Nickerchen stocken wir im Dorfladen noch unsere Vorräte auf, danach geht's zum Abendessen und anschließend ab ins Bett.